☽︎Rosis Morgenhimmel

Tarot · Die Großen Arkana

Die Hohepriesterin

Die Hohepriesterin: Eine Frau in blauem Gewand sitzt zwischen einer schwarzen und einer weißen Säule, hält eine halb verdeckte Schriftrolle mit dem Wort TORA, am Boden vor ihr liegt eine Mondsichel.

Das Bild

Eine Frau in blauem Gewand sitzt zwischen einer schwarzen und einer weißen Säule, hält eine halb verdeckte Schriftrolle mit dem Wort TORA, am Boden vor ihr liegt eine Mondsichel.

Die Bedeutung

Die Hohepriesterin sitzt vor einem Vorhang, hinter dem man Wasser ahnt. Die Überlieferung liest sie als die Stimme, die leise spricht und trotzdem weiß. Sie steht für Intuition, für Geduld und für das, was sich noch nicht in Worte fassen lässt. Man drängt sie nicht, man hört ihr zu.

Umgekehrt

Umgekehrt liest man sie als überhörtes Bauchgefühl oder als ein Geheimnis, das mehr Raum einnimmt, als ihm guttut.

In der Liebe

In der Liebe deutet man sie als tiefe Verbindung ohne viele Worte und als etwas, das sich erst langsam zeigt.

Im Beruf

Bei der Arbeit steht sie für gutes Gespür und dafür, nicht alles sofort preiszugeben.

Als Tageskarte

Heute lohnt es sich, einmal nicht gleich zu antworten. Ihr leises Wissen darf ein wenig Raum bekommen.

Die Hohepriesterin steht für Stille. Ein paar Minuten ohne Gerede helfen heute mehr als ein langes Gespräch.

Die Großen Arkana sind die 22 Trumpfkarten, vom Narren mit der Null bis zur Welt mit der Einundzwanzig. Die Überlieferung liest sie als Stationen eines Lebenswegs: große Themen, die jeden einmal betreffen.

Bild: Pamela Colman Smith, Rider-Waite-Smith-Tarot, 1909, gemeinfrei (Wikimedia Commons).