Runen · Freyrs Geschlecht
Raidho
Laut: r · Der Name: Ritt, Reise
- Weg
- Reise
- Takt
Was die alten Runengedichte sagen
Das altenglische Runengedicht bemerkt trocken, das Reiten scheine drinnen in der Halle leicht, auf einem langen Weg aber schwer. Das norwegische Runenlied sagt, das Reiten sei hart für die Pferde, und erwähnt, dass Reginn ein unübertroffenes Schwert schmiedete. Im isländischen Gedicht ist die Rune die Freude des Reiters, die schnelle Reise und die Mühe des Pferdes.
Wie man sie heute liest
Heute liest man Raidho als Rune des Weges, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Moderne Bücher sehen darin Bewegung, Planung und den eigenen Takt, in dem man vorankommt. Gemeint ist auch, dass sich ein Weg oft erst beim Gehen zeigt.
Umgekehrt
Umgekehrt steht sie heute für Umwege, Verzögerungen oder einen Plan, der nicht zum eigenen Schritt passt.
Als Rune des Tages
Was am Tisch leicht aussieht, braucht unterwegs Geduld. Gehen Sie heute in Ihrem eigenen Tempo.
Vielleicht lohnt sich heute ein kleiner Umweg, eine andere Straße, ein anderer Blick auf das Gewohnte.
Runen als Orakel zu lesen ist eine moderne Idee, die auf Guido von List (1908) und Ralph Blum (1982) zurückgeht; die Menschen der Wikingerzeit schrieben mit Runen Namen, Inschriften und Zauberwörter.