Runen · Freyrs Geschlecht
Kaunan
Laut: k · Der Name: Geschwür oder Fackel
- Licht
- Erkenntnis
- Handwerk
Was die alten Runengedichte sagen
Hier gehen die Gedichte weit auseinander. Das altenglische nennt die Rune cen, die Fackel, die bleich und hell dort brennt, wo die Fürsten sitzen. Im norwegischen Runenlied ist kaun dagegen ein Geschwür, das Kindern den Tod bringt, und das isländische Gedicht nennt es Krankheit und Wohnstatt der Fäulnis. Welcher Name der ältere ist, weiß man nicht.
Wie man sie heute liest
Moderne Runenleser folgen fast alle dem altenglischen Gedicht und lesen Kaunan als Fackel, als Licht, das etwas sichtbar macht. Sie verbinden die Rune mit Einsicht, mit Lernen und mit dem Feuer der Werkstatt, in dem etwas Neues entsteht. Die dunklere Bedeutung der nordischen Gedichte lassen die meisten Bücher beiseite.
Umgekehrt
Umgekehrt liest man sie heute als Zeit, in der ein Gedanke noch im Dunkeln bleibt oder eine Arbeit nicht recht gelingen will.
Als Rune des Tages
Manchmal genügt eine kleine Lampe. Was möchten Sie heute etwas genauer ansehen?
Vielleicht lernen Sie heute etwas Neues, und sei es nur ein Wort oder ein Handgriff.
Runen als Orakel zu lesen ist eine moderne Idee, die auf Guido von List (1908) und Ralph Blum (1982) zurückgeht; die Menschen der Wikingerzeit schrieben mit Runen Namen, Inschriften und Zauberwörter.