Runen · Freyrs Geschlecht
Gebo
Laut: g · Der Name: Gabe
- Geschenk
- Gegenseitigkeit
- Verbundenheit
Was die alten Runengedichte sagen
Nur das altenglische Runengedicht hat eine Strophe für diese Rune, denn im jüngeren Futhark der Wikingerzeit kam sie nicht mehr vor. Es nennt sie gyfu, die Freigebigkeit, und eine Hilfe für die Bedürftigen.
Wie man sie heute liest
Heute steht Gebo in Runenbüchern für die Gabe und alles, was zwischen Menschen hin und her geht. Gemeint ist das Geben und Nehmen, das eine Beziehung trägt, ob in Freundschaft, Familie oder Partnerschaft. Viele Bücher betonen, dass eine Gabe keine Rechnung ist und doch Verbundenheit schafft.
Umgekehrt
Diese Rune sieht umgedreht genauso aus; die heutigen Bücher geben ihr keine umgekehrte Bedeutung.
Als Rune des Tages
Ein kleines Geschenk ohne Anlass, ein Dank, eine Hilfe: Was möchten Sie heute weitergeben?
Lassen Sie sich heute auch einmal etwas schenken, ohne gleich an die Gegengabe zu denken.
Runen als Orakel zu lesen ist eine moderne Idee, die auf Guido von List (1908) und Ralph Blum (1982) zurückgeht; die Menschen der Wikingerzeit schrieben mit Runen Namen, Inschriften und Zauberwörter.