☽︎Rosis Morgenhimmel

Runen · Tyrs Geschlecht

Mannaz

Mannaz

Laut: m · Der Name: Mann, Mensch

Was die alten Runengedichte sagen

Das altenglische Runengedicht sagt, der frohe Mensch sei seinen Verwandten lieb, doch jeder müsse einmal sterben. Im norwegischen Runenlied ist der Mensch eine Mehrung des Staubes, und es heißt, groß sei die Klaue des Habichts. Das isländische Gedicht nennt den Menschen die Freude des Menschen, die Mehrung der Erde und den Schmuck der Schiffe.

Wie man sie heute liest

Moderne Runenleser verstehen Mannaz als Rune des Menschen, mit seinen Stärken und seiner Endlichkeit. Sie denken an das eigene Selbstbild, an den Platz in der Gemeinschaft und an das, was Menschen einander schuldig sind. Das altenglische Gedicht erinnert dabei an beides: an die Freude aneinander und an die begrenzte Zeit.

Umgekehrt

Umgekehrt deutet man sie heute als Rückzug von anderen oder als einen zu strengen Blick auf sich selbst.

Als Rune des Tages

Seien Sie heute so freundlich zu sich, wie Sie es zu einem guten Bekannten wären.

Wen haben Sie lange nicht gesehen? Ein kurzer Gruß kann viel bedeuten.

Runen als Orakel zu lesen ist eine moderne Idee, die auf Guido von List (1908) und Ralph Blum (1982) zurückgeht; die Menschen der Wikingerzeit schrieben mit Runen Namen, Inschriften und Zauberwörter.