Runen · Tyrs Geschlecht
Laguz
Laut: l · Der Name: Wasser, See
- Fluss
- Gefühl
- Vertrauen
Was die alten Runengedichte sagen
Im altenglischen Runengedicht ist lagu das Meer, das den Seefahrern Angst macht. Das norwegische Runenlied spricht von einem Wasserfall, der vom Berg herabstürzt, und das isländische Gedicht nennt das Wasser einen wirbelnden Strom, einen breiten Geysir und das Land der Fische. Ob der alte Name wirklich Wasser bedeutete oder Lauch, ist nicht ganz sicher.
Wie man sie heute liest
Heute liest man Laguz als Rune des Wassers, der Gefühle und der Dinge, die im Fluss sind. Moderne Bücher verbinden sie mit Intuition und mit dem Vertrauen, sich tragen zu lassen, statt gegen die Strömung zu schwimmen. Das alte Gedicht erinnert aber auch daran, dass das Meer Angst machen kann und Respekt vor der Tiefe dazugehört.
Umgekehrt
Umgekehrt liest man sie heute als das Gefühl, von den eigenen Stimmungen überspült zu werden, oder als Angst vor dem, was sich nicht festhalten lässt.
Als Rune des Tages
Lassen Sie heute etwas fließen, das Sie sonst gern festhalten würden.
Ein Glas Wasser, ein Blick auf einen Fluss oder in den Regen: Gönnen Sie sich heute einen ruhigen Moment am Wasser.
Runen als Orakel zu lesen ist eine moderne Idee, die auf Guido von List (1908) und Ralph Blum (1982) zurückgeht; die Menschen der Wikingerzeit schrieben mit Runen Namen, Inschriften und Zauberwörter.