Runen · Tyrs Geschlecht
Tiwaz
Laut: t · Der Name: Der Gott Tyr
- Treue
- Gerechtigkeit
- Orientierung
Was die alten Runengedichte sagen
Das altenglische Runengedicht sagt, Tir sei ein Leitstern, er halte den Fürsten die Treue und sei über den Nebeln der Nacht immer auf seiner Bahn. Es ist die einzige Runenstrophe, die von einem Stern spricht; welcher gemeint ist, weiß man nicht, an den Polarstern oder den Mars wird nur gedacht. In den nordischen Gedichten ist Tyr der einhändige Gott, und das isländische nennt ihn außerdem den Rest des Wolfes und den Fürsten der Tempel.
Wie man sie heute liest
Heute liest man Tiwaz als Rune der Treue, der Gerechtigkeit und der inneren Richtung. Moderne Bücher greifen gern den Leitstern des altenglischen Gedichts auf: etwas, woran man sich hält, wenn die Nacht neblig ist. Gemeint ist auch der Mut, für das Rechte einzustehen, wenn es etwas kostet.
Umgekehrt
Umgekehrt steht sie in heutigen Büchern für Zweifel an der eigenen Richtung oder für einen Streit, der sich nicht lohnt.
Als Rune des Tages
Was ist heute Ihr Leitstern? Eine Sache, an die Sie sich halten können, genügt.
Bleiben Sie heute bei dem, was Sie für richtig halten, freundlich, aber fest.
Runen als Orakel zu lesen ist eine moderne Idee, die auf Guido von List (1908) und Ralph Blum (1982) zurückgeht; die Menschen der Wikingerzeit schrieben mit Runen Namen, Inschriften und Zauberwörter.