Runen · Hagals Geschlecht
Naudiz
Laut: n · Der Name: Not, Zwang
- Not
- Geduld
- Notwendigkeit
Was die alten Runengedichte sagen
Das altenglische Runengedicht sagt, die Not bedrücke das Herz, könne aber zur Hilfe werden, wenn man früh auf sie achtet. Im norwegischen Runenlied lässt der Zwang wenig Wahl, und der Nackte friert. Das isländische Gedicht nennt die Not den Kummer der Magd und die schwere Arbeit.
Wie man sie heute liest
Moderne Runenleser verstehen Naudiz als Rune der Not und dessen, was jetzt notwendig ist. Sie lesen sie nicht als Unglück, sondern als Hinweis, auf das Wesentliche zu schauen und geduldig zu bleiben. Wie im altenglischen Gedicht kann aus der Not etwas Gutes werden, wenn man früh auf sie hört.
Umgekehrt
Diese Rune sieht umgedreht genauso aus; die heutigen Bücher geben ihr keine umgekehrte Bedeutung.
Als Rune des Tages
Was ist heute wirklich nötig, und was darf warten? Diese Frage ordnet manchen Tag.
Wenn Ihnen etwas fehlt, sagen Sie es ruhig. Hilfe kommt oft erst, wenn man um sie bittet.
Runen als Orakel zu lesen ist eine moderne Idee, die auf Guido von List (1908) und Ralph Blum (1982) zurückgeht; die Menschen der Wikingerzeit schrieben mit Runen Namen, Inschriften und Zauberwörter.